Stolz und Selbstliebe

Stolz.

Dem einen geht ein Wort des Lobes, der Ausdruck, stolz über etwas zu sein, leicht von den Lippen – andere tun sich schwer damit. Sowohl anderen Menschen gegenüber, als auch sich selbst.

Doch genau dort sollte man auch anfangen – sich selbst und seine Leistungen anzuerkennen, stolz auf Dinge, für die man gearbeitet und sie schließlich erreicht hat, zu sein. Mit Fähigkeiten, die man besitzt und über die Jahre ausgebaut hat – egal ob charakterlich, sportlicher, musischer, kreativer Leistung oder eines anderen Gebiets – nicht hinterm Berg zu halten. Wir sollten alle viel häufiger stolz auf uns sein.

Ich fange heute an und erzähle euch Dinge, auf die ich gerade heute stolz bin.  

Ich bin stolz darauf, mich selbst lieben und so akzeptieren zu können, wie ich bin. 

Lange Zeit dachte ich, es sei völlig normal, mit sich im Reinen zu sein, sich selbst zu lieben, auf sich stolz sein zu können, seine Makel zu akzeptieren und insgesamt hauptsächlich positive Gefühle für sich selbst zu empfinden. Dass dem nicht so ist, habe ich erst in den letzten Jahren merken müssen.

Ich behaupte nicht, dass ich nie an mir gezweifelt habe, dass ich in jeder Phase meines Lebens 100% mit mir und meinem Äußeren und Inneren zufrieden war (oder es gar jetzt immer wäre) oder nie an Dingen arbeite, die in meinen Augen noch Optimierungsbedarf haben. Doch bin ich zur Selbstliebe erzogen worden, bin damit aufgewachsen, mir selbst ein gutes Gefühl zu geben, mit mir grundsätzlich im reinen zu sein.

Und das sind wahnsinnig viele nicht, und es tut mir weh, wenn ich irgendwie mitbekomme, dass Menschen nur Schlechtes für sich selbst übrig haben. Ich weiß nicht, ob man darauf stolz sein sollte, sich selbst lieben zu können, da das wahrscheinlich von vielerlei Faktoren bedingt ist – aber ich bin zumindest einmal froh, dass mich solch traurige Gedanken über mich selbst nicht täglich begleiten.

 Dies ist ein sehr faszinierendes Thema und ich habe gemerkt, dass ich gern anderen helfen möchte, auch ein positives Bild von sich selbst zu bekommen. Mein Weg ist die Begleitung von Menschen in ein aktiveres und gesünderes Leben. Aus diesem Grund habe ich ja wie die meisten von euch wissen ein Studium der Ernährungsberatung begonnen und heute kann ich voller Stolz erzählen, dass ich soeben meine Abschlussprüfung für den ersten Teil zur Korrektur eingereicht habe. Ja, und da bin ich so richtig stolz, dass ich das in diesem turbulenten Jahr mit Vollzeitjob, Schwangerschaft, Hochzeit und großer Hausrenovierung geschafft habe.

 Ein tolles Gefühl, dass ich heute unbedingt mit euch teilen möchte.